bei uns erfahren Sie das neuste von Spotify, Napster,Xboxmusic & Co. verschaffen wir uns doch mal einen ersten Überblick. Legal Musik aus dem Internet herunterladen ist seit Jahren im Trend. Doch was macht man mit der Sammlung teuer gekauften Mp3, sichert mann sie auf CD`s oder auf einer externen Festplatte ? Was passiert wenn die CD´s verkratzen oder die Festplatte den Geist aufgiebt ? Abhilfe schaffen da die neuen Musik-Flatrates, die ihren Kunden im Abo-Verfahren gegen ein monatliches Entgelt einen Zugriff auf Millionen Musiktitel gewähren, die sich über den PC, das Mobiltelefon oder andere Musiksysteme abrufen lassen. Der aus Frankreich stammende Dienst Deezer wie auch Napster sind seit vielen Jahren im Streaming-Geschäft. Bei Rara muss man auf das Kleingedruckte achten. Nach drei Monaten wird das Streaming-Schnäppchen zum 10-Euro-Abo. Sonys Music Unlimited und der weltweit agierende Dienst Rara setzen auf der Plattform des britischen B2B-Anbieters Omnifone auf, unterscheiden sich jedoch durchaus im Leistungsumfang. Auf den Namen Rdio hört der Streaming-Dienst der Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis, der seit neuestem auch in Deutschland verfügbar ist. MyJuke ist ein Kind aus deutschen Landen der Anbieter ist eine Tochter der Media-Saturn-Holding. Ebenfalls aus Deutschland stammt Simfy. Einst als Spotify-Abklatsch belächelt, konnte sich Simfy in den vergangenen Jahren eine stabile Nutzerbasis erarbeiten. Spotify, 2008 in Schweden gestartet und quasi die Mutter der neuen Musik-Streaming-Dienste. Microsoft geht mit seinem Feature XBox Music im November an den Start. Eigentlich bieten alle Anbieter die gleiche Musikflatrate. Der Katalogumfang umfasst zwischen 10 und 30 Millionen Titel. Das reicht in jedem Fall, um sich im Gesamtkatalog gehörig zu verlaufen, Unterschiede in den Katalogen sind schwer auszumachen. Und doch gibt es sie – so hat zum Beispiel Napster in den vergangenen Jahren einen stattlichen deutschsprachigen Hörspiel- und Hörbuchbereich aufgebaut. Deezer hingegen erlaubt wegen seiner Herkunft seit jeher einen tieferen Einblick in die französische Musikszene mit dem Nouvelle Chanson oder französischem Elektropop. Nicht schön: Deezer und Rdio zeigen in ihren Webportalen auch Titel an, deren Rechte sie in Deutschland nicht haben. Bei Rdio und Sony Music Unlimited findet man auch den von iTunes bekannten Matching-Service: Über eine zusätzliche Desktop-Software kann man die Sammlung auf dem PC mit dem Katalog der Anbieter abgleichen und sich die dort vorhandenen Titel dann auch auf dem Mobilgerät anhören. Eigentlich ist das nur eine Auswahlhilfe, denn man hat so die eigene Musiksammlung gegenüber den Millionen Katalogtiteln abgegrenzt. Deezer Spotify und Xbox Music bieten als einzige Dienste auch eine Upload-Möglichkeit für eigene MP3-Dateien, die danach ebenfalls im Streaming-Verfahren verfügbar sind. Eine Kombination aus beiden Verfahren – Abgleich und gegebenenfalls Upload bei fehlenden Dateien – findet man bei keinem der anderen Musikdienste. Der monatliche Preis für die mobile Musik-Flatrate liegt bei fast allen Anbietern bei 10 Euro. Viele Anbieter haben einen Basis Einstiegstarif (5 Euro), bei dem man die Musik dann ausschließlich über einen PC hören kann, entweder per Web-Browser oder über eine Desktop-Software. Die Anbieter der Musik-Flatrates arbeiten verstärkt mit Facebook zusammen. Bei den Premium-Angebote kann man die Musikflatrate auch auf dem Handy benutzen, vorausgesezt man hat einen guten Mobilfunkvertrag mit entsprechender Internetflat sonst wird es teuer. Zwischen einer und vier Wochen geben einem die Anbieter Zeit, ihr Musikangebot auf Herz und Nieren zu testen. Deezer, Juke und Rdio verhalten sich vorbildlich, wenn es um die Verlängerung eines Probeabos geht: Bei diesen Diensten muss man es aktiv in ein reguläres Bezahlabo umwandeln. Bei Napster, Simfy, Sony Music Unlimited und Spotify muss man hingegen aktiv kündigen, wenn man nach Ablauf des Tests kein Abonnement haben möchte. Immerhin lassen sich die Dienste monatlich abbestellen, sodass sich der Schaden auch für vergessliche Zeitgenossen in Grenzen hält. Hat man sich für einen Premium-Zugang eines Angebots entschieden, kann man die Musik theoretisch über beliebige mit dem Internet verbundene Geräte abrufen. Bis auf Spotify und xbox Music erlauben alle Anbieter den bequemen Zugriff über PC oder Notebook – einen aktuellen Browser vorausgesetzt. Die Eingabe von Benutzername und Kennwort genügt dabei, um auch am PC im Büro eben mal Musik zu hören. Spotify setzt am Rechner ausschließlich auf seine gleichnamige Abspielsoftware, die für Windows, Mac OS X und Linux zu haben ist. Xbox Musi ist zur Zeit nur in verbindung mit dem einem Windows 8 system verfügbar. Auch Napster, Rdio und Simfy lassen sich über optional erhältliche Player-Software nutzen. Gegenüber dem Browser bietet sie oft ein paar Vorteile: So kann man zum Beispiel Titel für die spätere Offline-Nutzung speichern, wenn man mit dem Notebook auf Reisen ist. Die offline gespeicherte Musik ist dabei nicht frei zugänglich, sie liegt DRM-geschützt vor und lässt sich nur über die jeweilige Software abspielen.Will man Musik mit dem Handy hören, haben Besitzer eines Android-Gerätes die freie Wahl: Alle Dienste haben eine entsprechende App im Market stehen. Die iOS-Familie bestehend aus iPhone, iPod touch und iPad wird ebenfalls breit unterstützt. Die Unterstützung weiterer Mobilgeräte ist eher lückenhaft. Deezer, Rdio und Spotify sind auch auf Windows Phone 7 vertreten. Wer die Musik-Flatrate im Wohnzimmer nutzen möchte, kann einige Musikportale auch über vernetzte Unterhaltungselektronik anzapfen. Hierzu zählen die spezialisierten Musikverteilsysteme von Logitech, Philips, Sonos und Raumfeld, aber auch vernetzte Heimkino-Receiver, Blu-ray-Spieler oder ausgewählte Fernsehgeräte. Sony nimmt mit Music Unlimited eine Sonderstellung ein, da der Konzern Music Unlimited als Medienoption der hauseigenen Hardware betrachtet. So lässt sich der Dienst auf praktisch jeder vernetzen Unterhaltungselektronik von Sony inklusive der PS3 nutzen. Die Streaming-Flatrates eignen sich nur eingeschränkt als “Familien-Paket”, da bei allen Anbietern nur ein Gerät zur selben Zeit nutzbar ist. Einziges Schlupfloch hierbei ist jeweils der Offline-Modus, den – bis auf Sony – alle Dienste bei ihren mobilen Clients anbieten. Hat man seine Lieblingsalben auf das mobile Gerät heruntergeladen und ist offline, lässt sich die Live-Streaming-Funktion von anderer Stelle aus nutzen. Bei fünf Anbietern ist die Zahl unterstützter Endgeräte zudem beschränkt – Deezer knausert mit maximal zwei Mobilgeräten, bei den anderen sind es meist drei mögliche Abspielstationen. Der Zugriff über den Web-Browser eines Rechners wird dabei grundsätzlich nicht gezählt.